Dr. Catri und Dr. Michael Tegtmeier

23.12.2016

Buchpräsentation „Wie Stress im Beruf krank macht und wie Sie sich schützen"

Mit Belastungen bei der Arbeit kennen sie sich aus: „Wie Stress im Beruf krank macht und wie Sie sich schützen" ist bereits das zweite Buch der Ärzte und Eheleute Dr.Catri und Dr. Michael Tegtmeier, das sich im weiteren mit diesen Themen befasst. Ende letzter Woche stellten sie ihr Werk in Berlin vor.

Berlin. Mit Belastungen bei der Arbeit kennen sie sich aus: „Wie Stress im Beruf krank macht und wie Sie sich schützen" ist bereits das zweite Buch der Ärzte und Eheleute Dr.Catri und Dr. Michael Tegtmeier, das sich im weiteren mit diesen Themen befasst. Ende letzter Woche stellten sie ihr Werk in Berlin vor. Der Einladung in die Deutsche Parlamentarische Gesellschaft folgten der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut Königshaus, zahlreiche Vertreter der Bundeswehr, Mitarbeiter des Bundesministeriums der Verteidigung, Mitglieder des Bundestages sowie Miglieder des Bundesvorstands des Deutschen BundeswehrVerbandes und mehrere Fachleute zum Thema "Arbeitsautonomie".

Nachdem sich Michael und Catri Tegtmeier in Ihrem ersten Buch "PTBS - Das unsichtbare Leid" mit posttraumatischen Belastungsstörungen befasst und damit ein viel gefragtes Handbuch für betroffene Einsatzkräfte und deren Angehörige herausgegeben hatten, widmeten sie sich nun der Problematik von Stress im Beruf. Dr. Catri Tegtmeier ist Chefärztin einer psychosomatischen Klinik und verfügt durch ihre Arbeit über umfangreiche therapeutische und praktische Erfahrungen im Umgang mit Stress und Trauma. Ihr Mann, Dr. Michael Tegtmeier, ist Generalstabsoffizier der Bundeswehr und leistet einen praktischen Beitrag zur Thematik, der auf seinen eigenen Einsatzerfahrungen beruht. Im Buch untersucht das Ehepaar verschiedene Ausprägungen von Stresserkrankungen, darunter sind neben Klassikern wie Burnout und Depressionen auch Angst- und Suchtstörungen. So seien laut Frau Dr. Tegtmeier mangelnde Arbeitszufriedenheit und unzureichende Einflussmöglichkeiten die Hauptauslöser von traumatischem Stress. Besonders das Arbeitsumfeld der Bundeswehr sei von spezifischen Stressfaktoren geprägt, deren Unkontrollierbarkeit - so z.B. im Auslandseinsatz - eine stark erhöhte Gefährdung für die Menschen der Bundeswehr mit sich bringe.

In seiner Laudatio sagte Prof. Dr. Niels Korte, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin und Sprecher im Ausschuss für Arbeit, Integration, Berufliche Bildung und Frauen, das Thema habe eine zunehmende Relevanz und müsse nicht nur in der Politik, sondern auch in der Gesellschaft breite Beachtung finden. Zudem würdigte er das Buch als einen wertvollen Beitrag zu dieser ausstehenden Diskussion und erwähnte anerkennend, dass vielfältige und individuelle Wege aus der Krankheitsspirale aufgezeigt würden.

Der Bundesvorsitzende des Deutschen BundeswehrVerbandes, Oberstleutnant André Wüstner, sagte, Stresslehre und Belastungsmanagement hätten sich in den letzten Jahren zunehmend als Ausbildungsinhalte etabliert. Allerdings gelte es vor allem, die Praxis nach entsprechenden Lehren auszurichten. Der Bundesvorsitzende zeigte sich zumindest darüber zufrieden, dass Gesundheitsmanagment und der Umgang mit der Ressource Zeit aktuell gar Minister-Thema im Bundesministerium der Verteidigung seien. Sicherlich hat das auch damit zu tun, dass diese Themen in den letzten Jahren neben dem DBwV insbesondere das Parlament sowie der Wehrbeauftragte immer wieder auf die Tagesordnung gesetzt hatten. Daher galt der besondere Dank aller Redner den anwesenden Abgeordneten und dem Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages. Der pauschale Satz "Stress hat nur der Leistungsschwache", so waren sich alle einig, müsse nun endlich der Geschichte angehören.

Positiv wurde bewertet, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen in den vorherigen Ministerien umfassend das Thema Arbeitszeitautonomie, gerade vor dem Hintergrund psychischer Belastung, positiv ausgestaltet hatte. Nun bleibt abzuwarten, wie man damit künftig im Verteidigungsressort umgeht wird. Teil der militärischen Führung stehen dem Thema bereits heute sehr aufgeschlossen gegenüber, sagte Brigadegeneral Volker Barth, Stellvertretender Kommandeur am Zentrum Innere Führung und Beauftragter für Erziehung und Ausbildung beim Generalinspekteur: "Jeder Vorgesetzte ist verpflichtet, Belastungen und Überlastungen zu erkennen und diesen entgegen zu wirken." Dass auch der Bundestag sich weiter mit Stress im Beruf und seinen Folgen auseinandersetzen wird, zeigte die Aussage des CDU-Abgeordneten Henning Otte, der mehr Berufene im Umgang mit Belastung forderte. Sein Parteikollege Ingo Gädechens ergänzte, dass "zur Fürsorge auch gehöre, seinen unterstellten Bereich vor Überlastung zu schützen".

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