24.03.2017

Sicherheitspolitisches Forum in Montabaur

 

 

Großer Bahnhof im rheinland-pfälzischen Montabaur, und damit ist nicht der Halt des ICE auf dem Weg von Köln nach Frankfurt gemeint: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war die prominente Referentin zum Auftakt des Sicherheitspolitischen Forums Montabaur. Der Auftritt einer Verteidigungsministerin bei einer sicherheitspolitischen Veranstaltung des Deutschen BundeswehrVerbands und der Karl-Theodor-Molinari-Stiftung ist ja an sich nichts Außergewöhnliches. Doch die Ereignisse der vergangenen Wochen rund um den unter Verdacht des Rechtsextremismus stehenden Franco A. und der Wirbel um Ursula von der Leyen gaben diesem Forum einen besonderen Anstrich. 

Zunächst sprach von der Leyen vom Großteil der Menschen der Bundeswehr, die einen „tadellosen Dienst“ in den Streitkräften verrichteten. „Diese vielen Männer und Frauen mit oder ohne Uniform verdienen Dank und Anerkennung“, sagte von der Leyen. Sie bereue es, dies vor wenigen Wochen nicht deutlicher betont zu haben, als sie die Missstände rund um den Fall Franco A. ansprach. Dann schilderte die Ministerin ihre Sicht der Ereignisse, die seit Anfang des Jahres für viel Unruhe innerhalb und außerhalb der Truppe sorgen: Von den erniedrigenden Praktiken und Ritualen in Pfullendorf bis hin zu den rechtsradikalen Vorgängen in Illkirch.


Zum Abschluss des ersten Tags gab es noch anschauliche Beispiele, wie groß die Cyber-Gefahren sind. Zwar zeigte das Unternehmen secunet Security Networks AG nicht auf, wie man eine Fregatte oder einen Rechner im Bereich der Führungsunterstützung hackt, demonstrierte aber eindrucksvoll, welche Gefahren am heimischen PC oder im Smartphone lauern.

Mehr zum Bericht des ersten Tages weiterlesen ...

Der zweiten Tag des Sicherheitspoltischen Forums stand im Zeichen von Gesprächsrunden hochrangiger Experten.  Wüstner gab einen Einstieg in die ersten Diskussionsrunden des Tages: Seit 1990 habe man die Bundeswehr verkleinert und nahezu kaputt gespart. Wüstner beschrieb die Herausforderung, vor der die Bundeswehr steht.
Größtes Problem seien neben den Lücken bei Material und Ausstattung der Wissensverlust durch die extrem fehlerbehaftete Neuausrichtung. Mit Bezug zu den Streitkräften sagte er: „Der Personalkörper steht unter enormen Druck. Die kleinste Bundeswehr aller Zeiten ist mit den größten Herausforderungen konfrontiert. Deshalb muss die angestrebte Stärkung der Bundeswehr in der nächsten Legislaturperiode weiter gewollt sowie mit gesetzlichen Maßnahmen unterlegt werden, dass der Aufwuchs entsprechend schnell gelingt."
 

Die zahlreichen Teilnehmer konnten sich mit dem guten Gefühl auf den Heimweg begeben, von ausgewiesenen Experten mit einer Fülle von guten Informationen versorgt worden zu sein. Für den DBwV und seine Stiftung war die Veranstaltung erneut ein voller Erfolg, sei es der gewollte Dialog zwischen Politik, Bundeswehr und Gesellschaft oder die Aufnahme des nüchternen Blicks der Wissenschaft auf die Internationale Ordnung oder der Rolle sowie des Agierens Deutschlands. 

Den ausführlichen Bericht des zweiten Tages weiterlesen...

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